Über die Westumgehung

Zur Entlastung des innerstädtischen Straßennetzes wird seit 50 Jahren der Bau der Pinneberger Westumgehung (WU) geplant. Sowohl die weitere städtebauliche Entwicklung der Stadt Pinneberg als auch eine Entlastung des innerstädtischen Straßennetzes erfordern eine neue Straßenführung im Westen des Stadtgebietes.

Die WU verbindet die als LSE bekannte L 103 (Schenefeld – Pinneberg) im Bereich des Wedeler Wegs mit der BAB Anschlussstelle Pinneberg-Nord (A 23) im Bereich der Elmshorner Straße und kreuzt dieMühlenstraße, Am Hafen, Prisdorfer Straße und Ossenpad. Die Pinnau, die Bahnlinie Hamburg-Elmshorn sowie der Ziegeleiweg werden mit einem Brückenbauwerk überquert.

Der Abschnitt der Westumgehung zwischen dem Verkehrskreisel an der LSE/Wedeler Weg/ und der Mühlenstraße, der Westring, ist bereits fertig gestellt.

Die Westumgehung ist auf der gesamten Länge zweispurig (eine Hin- und eine Rückspur) und erhält auf gesamter Länge auf der Ostseite (Stadt) einen gemeinsamen Geh- und Radweg. Für die Westumgehung wird (wie für den schon den fertigen Abschnitt) von der Mühlenstraße bis zum Anschluss an die Elmshorner Straße eine Höchstgeschwindigkeit 60 km/h zugrunde gelegt. Zwischen Prisdorfer Straße und Anschlussstelle A 23 Pinneberg-Nord, Westrampe, sind Lärmschutzanlagen vorgesehen.

Ein wichtiges Ziel, das mit der Westumgehung verfolgt wird, ist die Vermeidung der Zuführung weiteren Verkehrs und Schwerverkehrs auf das hoch belastete innerstädtische Straßennetz Pinnebergs. Die geplante Straße erlaubt umweltverträgliche Erschließung weiterer Baugebiete und führt zu einer Reduzierung der Emissionen in der Innenstadt durch Verkehrsvermeidung bzw. Überlastung der bestehenden Straßen.

Durch die Westumgehung erfolgt eine wesentliche Verkehrsentlastung des Stadtgebietes in den Straßen Mühlenstraße, Hochstraße (Brücke), Elmshorner Straße, Berliner Straße und Prisdorfer Straße. Aber auch Friedrich-Ebert-Straße, Damm, Eichenstraße (Rellingen), sowie der Thesdorfer Weg dürften spürbar entlastet werden. Insbesondere durch die Entlastung der Knotenpunkte an beiden Seiten der Hochstraße ist der Stadtkern wieder besser erreichbar.

Für den Verkehr der Wohngebiete der Randbereiche und der Gewerbegebiete übt die Westumgehung eine Zubringerfunktion zu Straßen des überörtlichen Verkehrs aus. Die Trennwirkung der Bahnlinie Hamburg - Pinneberg - Elmshorn auf die nördlich und südlich von ihr gelegenen Gebiete wird durch den Bau der Westumgehung mit einem Brückenbauwerk gemindert. Auch für Fußgänger und Radfahrer wird mit dem Bau einer Brücke eine neue Querungsmöglichkeit geschaffen.

Lichtsignalanlagen wird es an den Kreuzungen der Westumgehung mit der Mühlenstraße, der Prisdorfer Straße, der Elmshorner Straße und der Anbindung an die Zufahrt A 23 PI-Nord geben.

Keine Lichtsignalanlagen sind geplant an den Einmündungen der Gewerbegebiete B-Plan 44 (Am Hafen), B-Plan 119 (Müßentwiete) und B-Plan 99 (Ossenpadd).


Und so hört sich das von amtlicher Seite an (Auszug aus dem Förderantrag der Stadt Pinneberg vom 22.08.2011):

1. ALLGEMEINES

Zur Entlastung des innerstädtischen Straßennetzes sieht der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Pinneberg den Bau einer Westumgehung vor.

Sie verbindet die L 103 (Schenefeld - Pinneberg) im Bereich der L 105 Wedeler Weg mit der BAB Anschlussstelle Pinneberg-Nord (A 23) im Bereich der L 76 und kreuzt die L 106 Mühlenstraße und L 107 Prisdorfer Straße.

Der Abschnitt der Westumgehung zwischen Knotenpunkt L 103 Schenefeld I L 105 Wedeler Weg und Knotenpunkt L 106 Mühlenstraße / Westumgehung (Bau-km 1+790) liegt im B-Plan-Gebiet 107 „Im Rosenfeld”, wurde durch das Bebauungsplanverfahren genehmigt und ist fertig gestellt.

Der Planfeststellungsbereich dieser Maßnahme umfasst alle durch den Bau der Westumgehung bedingten Baumaßnahmen zwischen L 106 Mühlenstraße (Bau-km 1+790) und L 76 (Bau-km 4+700), Die Westumgehung erhält auf gesamter Länge auf der Ostseite (Stadt) einen gemeinsamen Geh- und Radweg.

Der Planfeststellungsbereich umfasst folgende Maßnahmen

  1. Neubau der Westumgehung Pinneberg mit gemeinsamem Geh- und Radweg zwischen Knotenpunkt L 106 Pinneberg - Appen (Mühlenstraße) und L 76 einschließlich Neubau der Knotenpunkte mit
    L 106 Mühlenstraße (nördliche Anbindung)
    Straße Am Hafen
    L 107 Prisdorfer Straße
    B-Plan 95 Müßentwiete (nur Linksabbiegestreifen)
    B-Plan 99 Ossenpadd (Links- und Rechtsabbiegestreifen)
    L 76 Elmshorner Straße K 21
  2. Unterführung der Pinnau
  3. Unterführung des Wirtschaftsweges Peiner Weg
  4. Unterführung der Bundesbahnlinie Pinneberg - Elmshorn - Kiel
  5. Überführung des Wirtschaftsweges „An den Fischteichen”
  6. Neubau der Siemensstraße Ost und Siemensstraße West einschl. Parkplatz Siemensstraße zwischen Prisdorfer Straße und Ziegeleiweg
  7. Neubau des Parkplatzes an der Prisdorfer Straße
  8. Neubau von Lärmschutzwällen/-wänden bzw. Kombinationen aus beiden zwischen Prisdorfer Straße und Elmshorner Straße auf der Ostseite sowie an der Westseite zwischen „An den Fischteichen” und Elmshorner Straße mit Unterbrechung im Bereich der Anbindung B-Plan 99 - Ossenpadd.
  9. Neubau verschiedener Wirtschaftswege als Ersatzmaßnahme für unterbrochene Wegverbindungen zur Erschließung der Grundstücke bzw. zu neu geplanten Regenwasserrückhaltebecken bzw. zum Kleingartengelände
  10. Beschränkung der Straße „An den Fischteichen“ (Kreuzungsbereich WU) auf den Geh- und Radfahrerverkehr und Herstellung einer Wendeanlage an der Nordseite der Westumgehung
  11. Aufhebung der Wegverbindung „Ossenpadd“ bzw. „Beim Ratsberg / An den Fischteichen” und „Im Hauen”
  12. Neubau von RegenwasserrückhaItebecken einschl. Wegeanschlüsse
  13. Einleitung von Oberflächenwasser über einen Leichtstoffabscheider in die Pinnau einschl. Maßnahmen nach RiStWag.
Die Maßnahmen liegen vorwiegend im Stadtgebiet von Pinneberg. Südlich der Pinnau verläuft die Westumgehung auf rd. 250 m durch das Gemeindegebiet von Appen, nördlich der Pinnau wird auf rd. 100 m das Gemeindegebiet von Prisdorf berührt. Die Westumgehung ist anbaufrei. Die Westumgehung liegt im Bereich der Mühlenstraße außerhalb der Ortsdurchfahrt. Sie verläuft zunächst bis zur DB-Linie Hamburg - Elmshorn außerhalb bebauter Gebiete. Ab Siemensstraße bis Elmshorner Straße sind die Randbereiche der Westumgehung bebaut. Neben der städtischen Erschließungsfunktion stellt die Westumgehung auch eine zwischengemeindliche Straßenverbindung dar. Gemäß RAS-N wird die Westumgehung der Kategoriegruppe B III zugeordnet. Das Gewerbegebiet an der Straße „Am Hafen” soll durch die Westumgehung über kurze Wege an das übergeordnete Straßennetz angebunden werden. Weitere Gewerbegebiete sind an der Müßentwiete (B-Plan 95) und Ossenpadd (B-Plan 99) geplant.

Diese Informationen finden sich anschaulich dargestellt in unserer Übersichtskarte.

Sie basiert u.a. auf folgendem Lageplan der Westumgehung: Westumgehung Pinneberg Lageplan

Nutzung der Karte mit freundlicher Genehmigung der Stadt Pinneberg

Und so sah der Bebauungsplan 1953" Pinneberg-Nord-West am 13.März.1953 bereits aus. In diesem Ausschnitt ist südlich der Kreuzung der Prisdorfer Straße auf der Trasse der heutigen Siemensstraße deutlich die Bezeichnung "GEPL. UMGEHUNGSSTR." eingezeichnet.

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