Newsbeiträge

Landtagskandidaten zur Westumgehung

Eingereicht von UweKleinig am 21. Apr 2012 - 21:54 Uhr

Hier äußern sich die Kandidaten/-innen zur Landtagswahl 2012 in Schleswig-Holstein zur Westumgehung Pinneberg.
Wir haben den nominierten Kandidaten/-innen aller Parteien für den Wahlkreis 25 eine einfache Frage gestellt:

Sehr geehrte/-r Frau/Herr … ,
in einer Umfrage vom Pinneberger Tageblatt auf die Frage, ob die Stadt die Westumgehung bauen sollte, gibt’s ein klares Votum: 66,9 Prozent wünschen sich die Straße, die Pinnebergs City vom Verkehr entlasten soll.
Wie ist Ihre Position zur geplanten Pinneberger Westumgehung?
Wir freuen uns über Ihre Antwort, die wir auf unserer Homepage veröffentlichen möchten.

Besten Dank im Voraus!
Kurt Zach
Vorstand Pinneberger-Westumgehung-Jetzt e. V.



Hier sind die Antworten der Kandidaten für die Landtagswahl, die auf diese Anfrage bisher geantwortet haben:




CDU, Wahlkreis 25, Natalina Boenigk:

Sehr geehrter Herr Zach,

zur Westumgehung gibt es keine Alternative. Sie ist absolut notwendig und es wird höchste Zeit, dass wir in die Realisierung kommen!
Die CDU steht seit Beginn der Planung zur Westumgehung. In allen Ausschüssen, Ratsversammlungen und bei anderen Gelegenheiten haben wir das immer wieder deutlich zum Ausdruck gebracht. Wir benötigen die Westumgehung dringend, um den Verkehr innerhalb Pinnebergs umzulenken, aber auch, um das Gewerbegebiet an der Müssentwiete anzuschließen. Nur so kann das Gelände gut verkauft werden. Neue Unternehmen benötigen wir ohnehin dringend in Pinneberg. Viele Bürger gerade in Pinneberg-Nord warten dringend auf eine Entlastung ihres Wohngebietes.
Auch in der Landesplanung stehen die Ampeln auf grün. Die Gelder können fließen, sobald das Verwaltungsgericht ein Schleswig ein positives Urteil fällt. Die entsprechende Verhandlung ist am 19.4.2012
Ich kann in meinen Gesprächen, die ich während des Landtagswahlkampfes mit vielen Bürgern führe, bestätigen, dass die Westumgehung auch von den meisten Pinneberger Bürgern gewünscht ist.
Ich persönlich stehe voll zur Westumgehung und bin froh, dass wir mit dem Verein „Westumgehung jetzt“ den ersten Verein in Pinneberg haben, der eine Maßnahme befürwortet und unterstützt.

Herzlichen Gruß,
Natalina Boenigk



SPD, Wahlkreis 25, Kai-Oliver Vogel:

Sehr geehrter Herr Zach,

auch ich bin der Auffassung, dass die Westumgehung gebaut werden sollte, um eine dringend notwendige Entlastung der Verkehrssituation herbeizuführen.

Herzliche Grüße
Kai Vogel



FDP, Wahlkreis 25, Olaf Klampe:

Sehr geehrter Herr Zach,

Ich bin für den Bau der Westumgehung!
Die Westumgehung ist meiner Auffassung nach für Pinneberg eine wichtige Voraussetzung, um den Standort für vorhandene Gewerbebetriebe zu sichern, und zusätzlich wird dadurch die Attraktivität des Standortes Pinneberg für weitere Gewerbebetriebe gesteigert. Ein Standort mit guten Anbindungen ist für einen Gewerbebetrieb ein wichtiges Entscheidungs-Kriterium für eine Ansiedlung. Die dadurch entstehenden Steuermehreinnahmen fließen in den Haushalt der Stadt Pinneberg und tragen dazu bei, das "Strukturelle Defizit" zu vermindern.
Der Bau der Westumgehung ist wichtig, um die Bürgerinnen und Bürger in Pinneberg zu entlasten. Der Verkehr, der die Durchgangsstraßen belastet, belastet durch Lärm und Schadstoffe in der Luft ja auch die Menschen in der Stadt. Eine Stadt wie Pinneberg hat ihrer Aufgabe als Mittelzentrum nachzukommen, um die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass der notwendige Kompromiss, der sich aus einer angestrebten guten Lebensqualität der Einwohner und der notwendigen Belastung aus Infrastruktur ergibt, ausgeglichen ist.
Momentan ist durch das nicht Vorhandensein einer Westumgehung dieser Kompromiss zu Lasten der Einwohner unausgeglichen.
Aus diesen Gründen ist die Westumgehung nicht nur wichtig, sondern meiner Ansicht nach absolut notwendig.

Mit freundlichen Grüßen
Olaf Klampe



GRÜNE, Wahlkreis 25, Ines Strehlau:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir als Grüne und auch ich als Landtagsabgeordnete und Direktkandidatin in Pinneberg lehnen den Bau der Westumgehung Pinneberg ab. Wir sind dafür, die knappen finanziellen Mittel für die Instandsetzung der bestehenden Straßen zu verwenden und bereit, in besonderen Situationen auch neue Straßen zu bauen. Das ist aber bei der Westumgehung nicht der Fall. Hier gilt eher das Motto, wer Straßen baut wird Verkehr ernten. Die Gesamtkosten für den zweiten Bauabschnitt liegen bei 31,2 Millionen Euro, diese können besser investiert werden!
Wir wollen eine andere Kultur von Mobilität schaffen, eine Kultur, die alle Formen von Mobilität wie zu Fuß gehen, Rad fahren und die Benutzung von Bus und Bahn fördert und zu einer klimafreundlicheren und nachhaltigeren Verkehrspolitik führt. Wir müssen Güter auf die Schiene und auf das Wasser verlagern und unnötige Verkehre vermeiden.
Bei den Verkehren, die für die Westumgehung angeführt werden, handelt es sich im großen Umfang um Ziel- und Quellverkehre in und direkt um Pinneberg. Der Verkehr ist also im Raum Pinneberg verursachter Verkehr und ist Ergebnis einer Stadtentwicklungspolitik, die zu stark auf das Auto setzt. In der Metropolregion haben wir die Möglichkeit mit einer intelligenten Stadtentwicklungspolitik und bei guten Rahmenbedingungen in den grundsätzlichen Angeboten im Öffentlichen Personennahverkehr eine Veränderung im Mobilitätsverhalten zu erreichen. Dann dürfen aber nicht weiter Supermärkte und Industriegebiete auf der grünen Wiese bauen und mit den Umlandgemeinden bei der Ausweisung von Wohngebieten um die Wette eifern. Der demografische Wandel bei der Bevölkerung setzt auch hier dem weiteren Wachstum eine Grenze.
Ich würde es begrüßen, wenn in der Stadt Pinneberg eine Wende in der Verkehrspolitik stattfinden würde. Die Westumgehung Pinneberg sollte beerdigt werden und die Stadt Pinneberg sollte sich einer modernen Mobilitätspolitik zuwenden, hierfür würde Sie auch meine Unterstützung aus Kiel bekommen.

Mit freundlichen Grüßen
Ines Strehlau



 

Aktuelles

Wer ist online

0 registrierte Benutzer und 8 Gäste online.

Noch nicht registriert oder angemeldet.